Pałac Morawa

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Schüler des Leibnitz-Gymnasiums aus Potsdam zu Gast in Morawa auf Gedenkstättenfahrt Niederschlesien.

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In der Zeit von 19. bis 23. September 2016 waren 19 Schüler und 2 Lehrerinnen des staatlichen Gymnasiums aus der Landeshauptstadt Brandenburgs auf ihrer Seminarreise zum Thema: Polen - der unbekannte Nachbar?” mit Programm, Erfahrungen sowie Organisation von der Hedwig-Stiftung begleitet.

2 Lehrerinen, 8 Jungen und 11 Mädchen aus der Landeshauptstadt an der Havel haben mehrere erlebnisreiche Begegnungen absolviert. Darunter z.B. eine deutsche Zeitzeugin ausgefragt, die 5 Epochen durchlebt hat, um sich nach ihrer Pansionierung in Muhrau/Morawa in Polen niederzulassen. Melitta Sallai erlebte das Ende des preussischen Feudalismus, die demokratische Weimarer Republik, das nationalsozialistische unmenschliche Unterdrückungsregime, das Ende des Kolonialismus in afrikanischer Angola sowie den Sozialismus und Kapitalismus in Europa.

Ebenso haben sich die 16- und 17-jährigen mit pädagogischen Mitarbeitern der Stiftung für Europäische Verständigung in Krzyżowa/Kreisau über Mut und Werte, Widerstand und Gefolgschaft, Liebe und Tod in der Zeit der Untedrückung ausgetauscht.

Besuch der Friedenskirche in nahegelener Świdnica/Schweidnitz hat deutlich gezeigt, wozu die Glaubenskriege in Europa geführt haben und wie wichtig ist es, den Frieden zu bewahren.

Ein direkter Austausch mit polnischen Gleichaltrigen Schülern aus Strzegom/Striegau gab die Möglichkeit zum Bewusstwerden, dass sich die Jugendlichen trotz der Unterschiede sehr ähnlich sind und die Stereotypen keine große Rolle spielen dürfen.

Die Besichtigung des ehemaligem SS-Konzentrationslagers Gross-Rosen zeigte der Gruppe zu welchem Missbrauch und Gräueltaten unter politischem und wirtschaftlichen Vorwänden kommt, wenn die Politik nationalistisch geprägt wird.

Ebenso die komplexe polnisch-deutsch-europäische Hinterlassenschaft des Książ/Fürstenstein-Schlosses bietet einen hervorragenden Anlass zu selbständigen Überlegungen über Macht, Politik, Engagement und Preis für verlorene Freiheit.

Ganztägiger Besuch mit Führung durch die niederschlesische Landeshauptstadt Wrocław/Breslau ließ auf eine moderne, aus den Trümmern der Nazi-Kriegsfestung wiederaufgebaute Stadt blicken, die mit Hoffnung auf vereintes Europa blickt und aktiv durch die Alten, Jungen und Zwergen wirkt.

Die Hedwig Stiftung als internationale Bildungseinrichtung bietet seit über 20 Jahren diverse Programmaktivitäten für verschiedene Zielgruppen und verfügt über breites Netzwerk von Partnern und Logistik. Sitz und Akademie sind nur 20 km von der A4-Autobahn und 60 km von Zentrum Wrocławs/Breslaus entfernt. 

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