Memories for the Future – Austausch Berlin-Świdnica

Vom 21. bis 25. Januar 2026 trafen sich Schülerinnen und Schüler der internationalen Nelson-Mandela-Schule aus Berlin sowie Schülerinnen und Schüler der Szkoła Podstawowa Nr. 8 im. Kawalerów Orderu Uśmiechu in Świdnica in Morawa, um gemeinsam am Projekt „Memories for the Future“ zu arbeiten. Ziel des jährlich stattfindenden Projekts ist es, Geschichte über nationale Grenzen hinweg gemeinsam zu reflektieren, über aktuelle Ängste, Sorgen und Hoffnungen junger Menschen ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig darin zu bestärken, Mut für verantwortungsvolles Handeln in der Zukunft zu entwickeln. Ein zentraler Bestandteil des Programms war die Auseinandersetzung mit der schwierigen Vergangenheit. Die Schülerinnen und Schüler besuchten gemeinsam die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrationslagers Groß-Rosen, was für viele von ihnen der erste Besuch eines solchen Ortes war und entsprechend tiefe emotionale Eindrücke hinterließ. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Guts Kreisau, wo die Jugendlichen mehr über die Ziele und die Bedeutung des Kreisauer Kreises als Teil des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus erfuhren. Ein besonders bewegender Moment des Projekts war das Zeitzeugengespräch mit Frau Melitta Sallai. Durch ihre persönlichen Erinnerungen wurde Geschichte für die Jugendlichen lebendig und greifbar. Auf die Frage einer Schülerin, welchen Rat sie der jungen Generation mit auf den Weg geben wolle, antwortete sie: „Habt Mut!“ Der zweite Teil des Projekts widmete sich aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und einem Blick in die Zukunft. In internationalen Kleingruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Themen wie dem Erstarken extremistischer Bewegungen in Europa, Frauenrechten, Feminismus in Deutschland und Polen, geschlechtsspezifischen Stereotypen sowie dem Einfluss sozialer Medien auf Schönheitsideale auseinander. Die Ergebnisse präsentierten sie kreativ in Form von Illustrationen, kurzen Szenen und Präsentationen. Neben der intensiven Projektarbeit blieb ausreichend Zeit für Austausch, Begegnung und das Knüpfen internationaler Freundschaften. Den gemeinsamen Abschluss bildete ein Discoabend, nach dem viele Kontakte und schöne Erinnerungen mitgenommen wurden.