
Von Sonntag, dem 9. November, bis Freitag, dem 15. November, fand in Morawa ein Treffen von polnisch-deutsch-ukrainischer Jugend aus Dębica, Pustków-Osiedle, Bad Oldesloe und Kiew statt. Thema des Projekts war „Stolen Memory“ – eine Initiative der Arolsen Archives, deren Ziel es war, persönliche Gegenstände, die den Gefangenen der nationalsozialistischen Konzentrationslager entzogen wurden, wiederzufinden und an ihre Familien zurückzugeben. Im Rahmen des Projekts wählte die Jugend mehrere Namen aus den Archiven aus und versuchte, die Nachkommen oder Angehörigen dieser Personen ausfindig zu machen. Auf diese Weise setzten sich die Teilnehmenden aktiv mit der Geschichte auseinander und erfuhren, wie wichtig Erinnerungskultur und Verantwortung für die Zukunft sind. Ein zentraler Bestandteil des Programms war der Besuch der Gedenkstätte und des Museums Gross-Rosen. Anschließend nahmen die Teilnehmenden an Workshops teil, in denen sie ihre Gefühle, Eindrücke und Gedanken austauschten. Eine wichtige Erkenntnis war, dass sich eine solche Tragödie niemals wiederholen darf – auch wenn, wie die ukrainische Gruppe bemerkte, ähnliche Dramen leider weiterhin stattfinden, unter anderem in der Ukraine. Während des Aufenthalts feierten wir gemeinsam den polnischen Nationalfeiertag, indem wir die Nationalhymne sangen und über die Bedeutung von Freiheit und Unabhängigkeit sprachen.
Neben den ernsten Themen fanden auch Integrations- und Sprachworkshops statt, in denen die Jugendlichen grundlegende Ausdrücke in den Sprachen ihrer Partner erlernten und die Möglichkeit hatten, sich besser kennenzulernen. Am Ende des Programms unternahmen die Teilnehmenden einen Ausflug nach Breslau und nahmen an einem Abschiedsabend teil, der Gelegenheit bot, die gemeinsame Woche zu reflektieren und neue Freundschaften zu festigen.
Wir hoffen, dass alle sicher nach Hause zurückkehrten und diese Tage in Morawa als ein wertvolles Erlebnis voller Reflexion, Zusammenarbeit und gegenseitigen Verständnisses in Erinnerung behalten.
Das Projekt wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert.












